Zoo Erfurt: Waldbrandgefahr erfordert Schließung des Tierparks

Erfurter Zoo bleibt um Mittwoch aufgrund hohen Waldbrandgefahr der Stufe 5 geschlossen.

Zoo Erfurt: Waldbrandgefahr erfordert Schließung des Tierparks

Zoo Erfurt: Der Erfurter Zoo bleibt um Mittwoch, den 20. Juli 2022 aufgrund einer hohen Waldbrandgefahr der Stufe 5 geschlossen. „Weil wir extrem viele Grünflächen haben, müssen wir zum Schutz aller schließen“, erklärte Zoosprecherin Anne Protzel am Dienstag. Die Maßnahme dient dem Schutz von Besucher und Mitarbeitern.

Aus guten Grund, hat der Zoo in Erfurt doch mehr als elf Hektar Landschaftsfläche sowie ausgedehnte Wald- und Weideflächen. Gebiete also, die bei Waldbrandgefahr unter allen Umständen geschützt werden müssen. Der Waldweg ist daher bereits seit Montag gesperrt. Laut aktueller Planung soll der Weg erst kommende Woche wieder zugänglich sein. Der Zoo selbst will laut einem Bericht von Zeit Online am Donnerstag wieder öffnen.

Zoo Erfurt schließt aufgrund Waldbrandgefahr

Die Sommerhitze sorge zudem dafür, dass aktuell viel weniger Besucher als sonst in den Ferien im Zoo unterwegs seien. Protzel vermutet, dass dies auch daran liegen könne, dass die Tiere bei außerordentlich hohen Temperaturen nicht sonderlich aktiv sind. Den Tieren im Zoo, die vorrangig aus Afrika kommen, mache die Hitze nichts aus, sie suchten „aber natürlich auch mehr Schattenplätze auf oder gehen in die Häuser“, sagte Protzel.

Die Löwen zum Beispiel quittieren die hohen Temperaturen mit erholsamen Schlafeinlagen im Schatten. Die Elefanten halten von der sommerlichen Hitze ebenfalls herzlich wenig und zogen sich ins Elefantenhaus zurück. Zahlreiche Tiere im Zoo können sich zurzeit über ungewöhnliche Futtergaben in Form von Eisbomben freuen. Die Affen sind angesichts dieser kühlen Leckereien hellauf begeistert und lassen sich von der Hitze nicht stören.

Tiere vertragen Hitze unterschiedlich gut

Lediglich die Geier boten ein bisschen Action und gingen zur Erfrischung baden, denn «denen ist es zu heiß». Auch Strauße und Lamas kommen nicht so gut mit der Hitze klar und werden laut Protzel regelmäßig mit dem Gartenschlauch abgespritzt. Wie auch die Beete, Gräser, Sträucher und Bäume – «alles wird gegossen, acht Stunden lang; also die ganze Zeit».

Für den morgigen Tag – ohne Besucherinnen und Besucher – können die Tiere sich nach Zooangaben auf «ein paar Eisbomben» freuen. In der Futtermeisterei werde das Futter teilweise schon im Gefrierfach vorbereitet. Vor allem für die Affen sei das eine feine Sache, die sicher für ein kleines Affentheater sorge.

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