Zoo Berlin: 16,5 Millionen Euro Defizit durch Corona-Pandemie

Boris Raczynski

Zoo Berlin hofft auf Hilfe von Land Berlin. Dem Zoo in der Hauptstadt fehlen durch die Corona-Pandemie 16,5 Millionen Euro in der Kasse. Zoo und Tierpark mussten im vergangenen Jahr schließen, als das Leben in der Hauptstadt aufgrund der Corona-Pandemie heruntergefahren werden musste. Die Zwangspause sorgte für ein heftiges Loch in der Kasse der Zoologischen Gärten.

Im Frühjahr 2021 musste der Zoo als Folge 12 Mitarbeiter entlassen. Trotz der Wiedereröffnungen haben die Berliner Institutionen weiter mit Umsatzverlusten zu kämpfen. Rund 16,5 Millionen Euro benötigt der Zoo Berlin, um die geringen Einnahmen der vergangenen Monate bei gleichbleibend hohen Futter- und Pflegekosten ausgleichen zu können. Die sollen nun vom Land Berlin kommen, so die Hoffnung von Zoo-Direktor Andreas Knieriem.

Kritische Stimmen wollen wissen, dass die finanzielle Schieflage nicht allein auf die Pandemie zurückzuführen sei, sondern eventuell auch auf zu teure Investitionen, weist der Zoo entschieden zurück. „Dass unsere aktuell schwierige finanzielle Situation allein der Pandemie geschuldet ist, daran besteht wohl kein Zweifel. Schließlich sind wir nicht die einzige (Berliner) Einrichtung, die unter dem Ausbleiben der üblichen Touristen in den vergangenen 1,5 Jahren gelitten hat“, erklärte Zoo-Sprecherin Philine Hachmeister gegenüber Abendblatt Berlin.

Die Einnahmen seien um knapp 12,6 Millionen Euro oder auch 43 Prozent eingebrochen. Das Land hat die Entscheidung über eventuelle Hilfen im ersten Schritt vertagt. Die Hoffnungen des Zoos liegen nun auf der kommenden Sitzung am 25. August 2021. Dann soll über eine Hilfe entschieden werden.

Die Einmalzahlung könnte eine alte Vereinbarung zwischen Zoo AG und dem Land Berlin ablösen. Demnach erhält die AG, laut einer 1955 vereinbarten unbefristeten Zahlungsverpflichtung, für das Überlassen von Grundstücksflächen jährliche Ausgleichszahlungen. Die würden künftig wegfallen. Die Linksfraktion brachte zuletzt auch die Auflage neuer Aktien ins Spiel, um den Zoo zu retten.

Der hofft derweil, dass sich die Besucherzahlen weiter erholen und wieder auf ein Vor-Corona-Niveau steigen. Noch 2019 kamen 3,7 Millionen Besucher aus aller Welt, um Meng Meng und Co. zu sehen. 2020 waren es 2,3 Millionen Zoo-Besucher. Auch in diesem Jahr müsse nochmals mit einem hohen Verlust gerechnet werden, heißt es aus der Senatsverwaltung für Finanzen, die die Einmalzahlung befürwortet.

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Boris Raczynski

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Boris Raczynski

Boris ist als der Herausgeber für Redaktion und Konzeption der Gutschein-Zeitung.de verantwortlich. Freizeitpark Gutscheine sind sein Steckenpferd und so durchstöbert er gemeinsam mit dem Team täglich das Internet nach tollen Schnäppchen und Rabatten. Freizeit verbringt er bevorzugt mit der Familie. Hobbys sind wichtiger Bestandteil seines Lebens: Bei Reisen fernab vom Mainstream und in der Natur geht ihm das Herz auf. Zudem beschäftigt sich Boris mit 8-Bit-Konsolen und leitet ein Naturschutzprojekt. Sein Motto: Mist, dass der Tag nur 24 Stunden hat!

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