DinoXperience: Die Kunststoff-Dinosaurier sind erst vor wenigen Monaten in den ehemaligen SEA LIFE-Palast gezogen und stecken schon in der Krise. Der Erlebnispark in Königswinter am Drachenfels in Nordrhein-Westfalen muss nach nur rund sechs Monaten Insolvenz anmelden. Die Dino-Welt kämpft somit ums Überleben und sucht entsprechend nach Investoren. Dabei war die Erlebnisausstellung erst im März 2026 in das seit drei Jahren leer stehende Gebäude in der malerischen Altstadt an der Rheinpromenade gezogen.
Bürgermeisterin Heike Jüngling erklärte gegenüber BILD: „Die Dinosaurier-Attraktion ist inzwischen ein fester Bestandteil des touristischen Angebots in Königswinter und zieht Besucherinnen und Besucher in unsere Stadt. Sie ergänzt die bestehenden touristischen Angebote und stärkt damit auch den Standort. Mein Wunsch ist daher, dass der Betrieb eine gute Zukunftsperspektive erhält und die Attraktion in Königswinter langfristig erhalten bleibt.“
Die interaktive Ausstellung sollte laut der Betreiberin Edutain AG aus Köln eine Zeitreise der Superlative sein: „Das Konzept verknüpft immersive Inszenierung, fesselndes Storytelling und fundierte Wissenschaft zu einem modernen Edutainment-Erlebnis, das Bildung zum Abenteuer macht und Gänsehaut-Momente garantiert“, hieß es zur Eröffnung des Freizeitparks. Die Verantwortlichen planten Spektakuläres für Groß und Klein: Diese sollten fiktive Ausgrabungsfunde und ein futuristisches Forschungszentrum entdecken und mit digitalen Projektionen den Urzeitgiganten in freier Wildbahn begegnen.
Von der Euphorie ist zurzeit nichts zu spüren: Das Amtsgericht Bonn ordnete jetzt die vorläufige Insolvenzverwaltung an (Aktenzeichen: 97 IN 149/26). Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Nada Nasser von den KKN Rechtsanwälten bestellt. Die wirtschaftliche Krise der Edutain AG sei „insbesondere auf erhebliche finanzielle Belastungen infolge verzögerter, ausgesetzter oder nicht vollständig umgesetzter Projekte zurückzuführen“, schreibt der Bonner Generalanzeiger zu den Gründen. Besonders schwer wog offenbar das Scheitern des geplanten Freizeitparks Exploradom in Köln, der ebenfalls im Frühjahr eröffnet werden sollte. Die Kosten liefen weiter, die erhofften Einnahmen blieben dagegen aus.
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