CORONA: Fake-News auf Facebook und WhatsApp

Fake-News auf Facebook WhatsApp und in den Medien.

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CORONA Fake-News auf Facebook und WhatsApp

CORONA Special: Fake-News auf Facebook und WhatsApp erkennen. Die Pandemie hat gezielte Lügen und Panikmache zur Folge. Tipps zur Erkennung von Falschmeldungen. Das neue Coronavirus sorgt für eine Flut von Falschmeldungen und Verschwörungstheorien. So wird unter anderem behauptet, dass die Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr gesichert sei. Einige verbreiten zudem die Aussage, dass Menschen anfälliger für Sars-CoV-2 werden, wenn sie bestimmte Schmerzmittel oder Entzündungshemmer eingenommen hätten. Beides ist nicht korrekt. Das Bundesgesundheitsministerium warnt die Bevölkerung inzwischen intensiv vor Fake News und Panikmache. Doch wie Wahr und Falsch unterscheiden? Der Psychologe und Kognitionsforscher Markus Knauff hat dazu auf Zeit Online einige hilfreiche Tipps veröffentlicht.

Neuigkeiten und Meldungen richtig einordnen

Erinnerungen an vorheriges Wissen sollen durch neue Behauptungen oder Nachrichten unbewusst verändert werden. Das kann dazu führen, dass Menschen neue Informationen als bereits bekannt einordnen. Dadurch können ihnen wertvolle Fakten entgehen. Es empfiehlt sich daher zurzeit, alle Meldungen und Nachrichten aufmerksam und eventuell auch zweimal zu lesen. Derart soll man laut Knauff den sogenannten Rückschaufehler (hindsight bias) vermeiden können.

Wortwahl beeinflusst Interpretation von Nachrichten

„50 Prozent der Patienten sterben“ klingt ungleich negativer als „50 Prozent der Patienten überleben“. Knauff vertritt die Auffassung, dass die verwendeten Wörter den Rahmen dafür festlegen würden, wie die weiteren Denkprozesse des Lesers verlaufen würden. Es sei daher immanent wichtig, die Wortwahl des Autors sorgfältig zu hinterfragen. Soll der Leser in eine bestimmte Richtung beeinflusst werden? Und sollte dem so sein, was ist der Grund für die Beeinflussung? Durch das Hinterfragen kann der sogenannte Rahmungsfehler (Framing-Effekt) umgangen werden.

Informationen sollten eigene Meinung herausfordern

In Krisen empfiehlt es sich nach Informationen zu suchen, die die eigene Meinung in Frage stellen. Das menschliche Gehirn verarbeitet Argumente hochgradig selektiv, wodurch an eigenen, individuellen Überzeugungen festgehalten wird. Andere Auffassungen können jedoch die Breite an Informationen zu einem Thema merklich vergrößern. Dabei sollte beachtet werden, meinungslastige Quellen wie Foren oder Blogs zu vermeiden. Das gilt auch und im besonderen Maße für soziale Medien. Derart kann der sogenannte Bestätigungsfehler (confirmation bias) vermieden werden.

Gesunde Zweifel erweitern den eigenen Horizont

Menschen haben allerlei Angewohnheiten, die in Krisen eher kontraproduktiv sind. Dazu gehört auch die Tendenz, dass eigene Wissen und die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen. Im Umkehrschluss wird die eigene Unwissenheit oftmals nicht als eine solche wahrgenommen. Laut Knauff ist die Selbstüberschätzung besonders ausgeprägt, wenn wenig Wissen vorhanden ist. Das gelte nicht nur für Max Mustermann, sondern auch Journalisten und andere Autoren. Daher ist es empfehlenswert, möglichst unterschiedliche Quellen zu Rate zu ziehen, um sich derart eine umfassende Bild machen zu können. Dazu ist es auch notwendig, das Wissen des Autors und dessen Motivation zu hinterfragen. So kann der sogenannte Dunning-Kruger-Efffekt verhindert werden.

Ereignisse müssen nicht zusammenhängen

Ereignis A hat Ereignis B verursacht – das glauben zumindest viele Menschen. Erkranken mit dem Sars-CoV-2 infizierte Menschen, die zuvor ein bestimmtes Schmerzmittel eingenommen haben, muss das nichts miteinander zu tun haben. Ebenso wahrscheinlich iss es, dass diese Personen durch eine andere Erkrankung oder ein langjähriges Leiden geschwächt waren. Das menschliche Gehirn stellt also unbewusst Zusammenhänge her, die tatsächlich nicht existieren. Es ist daher anzuraten, alle in sozialen Medien verbreiteten Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen. Kann es auch andere, alternative Ursachen dafür geben, dass Fall B eingetreten ist? Derart kann der sogenannte Kausalfehler umgangen werden.

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