Cirque du Soleil: Insolvenzschutz und Massenentlassungen

Zirkusunternehmen Cirque du Soleil muss wegen Corona-Krise Insolvenz beantragen.

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Cirque du Soleil Insolvenz Corona

Das kanadische Zirkusunternehmen Cirque du Soleil muss wegen der Corona-Krise Insolvenz beantragen. Fast 3.500 Mitarbeiter sollen entlassen werden. Das hoch verschuldete Unternehmen hat Insolvenzschutz beantragt und wartet auf die Entscheidung des zuständigen Gerichts. Sollte der Antrag genehmigt werden, will das mit umgerechnet 892 Millionen Euro verschuldet Unternehmen laut einem Bericht von Zeit Online auch in den USA Insolvenzschutz beantragen. Die Maßnahme sei eine Folge der „immensen Störungen und aufgezwungenen Einstellungen von Shows“ als Folge der Covid-19-Pandemie.

Das Zirkusunternehmen will durch den Insolvenzschutz Zeit gewinnen, um sich neu aufzustellen. Der Konzern teilte mit, dass er eine Kaufvereinbarung mit seinen derzeitigen Aktionären abgeschlossen habe. Unter diesen befinden sich Investoren aus den USA, Kanada und China. Diese hätten bereits ein Konzept vorgelegt, das Unternehmen mit staatlicher Unterstützung zu übernehmen. Als Konsequenz würden zudem umgehend 3.480 Mitarbeiter entlassen werden.

Der im Jahr 1984 gegründete Cirque du Soleil wurde von der Pandemie schwer getroffen. Da die Vorstellungen von mehreren Dutzend Shows ausfielen, brachen dem Unternehmen die Einnahmen weg. Als Folge wurden bereits 4.500 Akrobaten und Techniker beurlaubt. Dies entspricht etwa 95 Prozent aller Beschäftigten. Auch zwei Produktionen in Deutschland waren betroffen: In München wurde Totem Mitte März 2020 beendet, zwei Wochen vor der ursprünglich angesetzten letzten Vorstellung. In Hamburg lief bis zur Schließung im März 2020 Cirque du Soleil: Paramour in Zusammenarbeit mit Stage Entertainment.

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