Biosphärenreservat Spreewald: Ein biologisches Kleinod

Biosphärenreservat Spreewald: Ein biologisches Kleinod in Deutschland.

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Biosphärenreservat Spreewald: Ein biologisches Kleinod

Mit dem Namen „Spreewald“ wird so einiges assoziiert, Leinöl, sorbische Trachten mit prächtigen Hauben, köstliche Gurken und eben die Spreewaldkähne. Doch im Spreewald fühlen sich auch Rotbauchunken, Bekassinen, Otter und Grasfrösche wohl. Das mag daran liegen, dass die weitgehend naturnahe Landschaft des Spreewalds mit seinen Feucht- und Streuwiesen, Wäldern, Mooren und verzweigten Wasserläufen eine Heimat, eben das Biosphärenreservat Spreewald, für viele Pflanzen- und Tierarten bildet, die man andernorts schon nicht mehr zu Gesicht bekommt.

Bereits in den 1980er Jahren strebten erste Naturschützer in der damaligen DDR eine Sicherung des Spreewalds an, was 1991 in der Anerkennung durch die UNESCO gipfelte. Seitdem steht der Spreewald als 475 Quadratkilometer umfassendes „Biosphärenreservat Spreewald“ unter Schutz. Zu den Aufgaben des Reservats gehört aber nicht nur die Arterhaltung, etwa von Otter und Weißstorch, sondern auch die Erhaltung der historischen kleinteiligen Kulturlandschaft und der traditionellen Fertigkeiten.

Gleichzeitig bietet der Spreewald einen hohen Freizeitwert: Wer das vielseitige Biosphärenreservat Spreewald erkunden möchte, kann sich für eine Kahnfahrt oder für eine Radtour entlang des „Gurken-Radwegs“ entscheiden. Auch Wanderfreunde kommen im Spreewald auf ihre Kosten.

Ausflugsziele im Biosphärenreservat Spreewald sind etwa das Freilichtmuseum Lehde oder das Agrarhistorische Museum in Schlepzig, auch das Spreewaldmuseeum in Lübbenau oder das Stadt- und Regionalmuseum Schloss Lübben. Die Besucherzentren des Biosphärenreservates in Burg, Lübbenau und Schlepzig erläutern Interessierten die Ziele und Grundlagen.

In der geschützten Kulturlandschaft des Biosphärenreservat Spreewald haben sich Zeugnisse einer Hochkultur aus der Bronzezeit erhalten, für die sich schon der berühmte Berliner Mediziner und Anthropologe Rudolph Virchow begeisterte. In Burg im Spreewald wurden Ende des 19. Jahrhunderts zwei Bronze-Kult-Wägelchen sichergestellt und ausgegraben, die Zeugnisse aus der Zeit von 2300 – ca. 800 v. Christus sind.

In der Slawenburg Raddusch am Rande des Biosphärenreservat Spreewald lässt sich in der Dauerausstellung „Archäologie in der Niederlausitz“ neben weiteren Fundstücken aus der Bronzezeit eine Nachbildung der Burger Bronzewägelchen bestaunen.

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