Bäderland: Freibadsaison aufgrund Personalmangel mit Abstrichen

Personalmangel und stark steigende Energiekosten sorgen für Probleme.

Bäderland: Freibadsaison aufgrund Personalmangel mit Abstrichen

Bäderland: Personalmangel und stark steigende Energiekosten sorgen für Probleme. Badegäste müssen Abstriche in Kauf nehmen. Die Lage bleibe „trotz intensiver Rekrutierungsbemühungen aufgrund ungewöhnlich hoher Corona- und Krankenfallzahlen weiterhin angespannt“, erklärte Bäderland-Sprecher Michael Dietel. „Das Nachholangebot von coronabedingt ausgefallenen Kinder-Schwimmlernkursen bindet den größten Teil unserer Kräfte“, heißt es dazu auch auf der Bäderland-Webseite. „Nachbesetzungen und das für die Sommersaison zusätzliche Personal können am Arbeitsmarkt nicht beschafft werden.“ Daher müsse nun umgeplant werden.

Die Freibäder sollen im Sommer dennoch geöffnet bleiben und der Schwimmunterricht, das Vereinsschwimmen, der Gesundheitssport und andere Kurse unverändert angeboten werden können. Dazu müssen Einschränkungen in anderen Bereichen durchgeführt werden: Die Saunen sollen bis voraussichtlich Ende August 2022 geschlossen werden, um das dadurch frei werdende Personal im Freibadbetrieb einsetzen zu können. Zudem solle durch die Maßnahme laut einem Bericht von Abendblatt kurzfristig auf Corona-bedingte Ausfälle reagiert werden können.

Die Schließung der Saunen würde außerdem dabei helfen, die Energiekosten zu senken. Die Außenbecken der städtischen Ganzjahresfreibäder der Hansestadt werden zurzeit weniger stark beheizt, um Energie zu sparen. „Dort haben wir bisher immer eine Wassertemperatur von 28 Grad Celsius. Das fahren wir jetzt runter auf 25 Grad“, sagte Bäderland-Sprecher Dietel dazu. „Die drei Grad sind für den Gast im Sommer kein spürbarer Effekt. Aber es spart eben Gas ein.“

Zu den Bädern mit abgesenkter Temperatur gehören das Kaifu-Bad in Eimsbüttel, das Bille-Bad in Bergedorf, das Familienbad Rahlstedt, das Festland in Altona, das Midsommerland in Harburg und das Parkbad in Volksdorf. Auch wird ab Donnerstag das Personal aus den Verbundhallenbädern Blankenese, Elbgaustraße, Süderelbe und des Hallenteils aus dem Bad Finkenwerder abgezogen, um sie jeweils für die Sommerfreibäder Marienhöhe, Osdorfer Born, Neugraben und Finkenwerder einzusetzen.

Damit die Beschäftigten dafür zur Verfügung stehen können, öffnen einige Sommerfreibäder mit Versatz jeweils nur an fünf statt an sieben Tagen pro Woche. So soll das Freibad Marienhöhe Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr öffnen, das Bad am Osdorfer Born Freitag bis Dienstag von 11 bis 19 Uhr und der Standort Neugraben Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr.

Lediglich das Sommerfreibad Finkenwerder steht die gesamte Woche von 11 bis 19 Uhr zur Verfügung. Für den Standort mit Sommerfreibad in Billstedt werden die Öffnungszeiten in den Ferien ausgeweitet, da der sonst dort stattfindende Schulbetrieb entfällt. Im Juli und August 2022 ist das Bad schon am Montag und Dienstag bis Donnerstag ab 10 Uhr offen.

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